Fragen & Antworten - AHV

Sichert die AHV mein Existenzminimum?
Nein, die AHV sichert nicht Ihre Existenz. Allerdings die erste Säule. Sie besteht aus der AHV/IV(IV=Invalidenversicherung) und den Ergänzungsleistungen. Zusammen wird Ihre Existenzsicherung gewährleistet.
Warum sichert die AHV meine Existenz nicht?
Der Bund muss bei der Erstellung der AHV-Gesetze nur den Grundsatz respektieren, dass die AHV-Renten den Existenzbedarf angemessen (und damit nicht absolut) decken müssen. (BV112 Abs. 1 b).
Der für die Existenzsicherung fehlende Betrag wird durch die Ergänzungsleistung gewährleistet. Bund und Kantone müssen diese Ergänzungsleistungen unter anderem genau in dem Fall erbringen, in dem die  Leistung der Altersversicherung den Existenzbedarf nicht deckt. (BV 112a)
Habe ich als Witwe Ansprüche bei den AHV?
Ja das haben Sie unter bestimmten Bedingungen. Wenn Ihr verheirateter Mann verstorben ist, dann genügt es wenn Sie Kinder haben (egal von welchem Mann) oder wenn sie 5 Jahre verheiratet waren und der Todeszeitpunkt Ihres Ehemannes nach Erfüllung Ihres 45. Altersjahres erfolgte.
Sollte Ihr geschiedener Ehemann verstorben sein, dann genügt es wenn Sie Kinder haben (egal von welchem Mann) oder sie waren mindestens 10 Jahre mit diesem Mann verheiratet.
(Die hier genannten Voraussetzungen sind nicht vollständig.)
Muss ich AHV-Beiträge bezahlen wenn ich noch nicht 65 Jahre alt bin (Bei Frauen 64) und ich nicht arbeite?
Sofern Sie in der Schweiz wohnen sind Sie grundsätzlich selbst dann AHV-Beitragspflichtig, wenn Sie nicht erwerbstätig sind. Beim Mann bis 65, bei der Frau bis 64 Jahre. Sofern Sie nicht arbeiten, bezahlen Sie die AHV-Beiträge als NE, d.h. als Nichterwerbstätige.
Hat Ihr Ehepartner jedoch ein Erwerbseinkommen und bezahlt mindestens den doppelten AHV-Mindestbeitrag, dann gilt Ihre AHV-Rechnung als “bezahlt”.
Als NE wird ihr zu zahlender AHV-Beitrag anders ermittelt: Sollten Sie eine Rente (z.B. Unfall- Krankentaggelder, Renten und Pensionen aller Art, Taggelder aller Versicherungen) erhalten, wird diese Rente mit 20 multipliziert und dann auf diese Summe zusätzlich Ihr Vermögen addiert. Dieser Wert ist dann massgebend für den zu zahlenden AHV-Beitrag. In diesem Sinne nicht als Rente gelten IV-Renten und Sozialhilfegelder, Vermögensertrag (z.b. Mehrfamilienhaus) oder Einmalgeschichten wie Erbschaften Lottogewinne etc.
Berechnen können Sie den zu zahlenden AHV-Beitrag auf der folgenden Seite:
Wie erkenne ich bei welcher AHV-Ausgleichskasse meine AHV-Beiträge einkassiert/protokolliert wurden?
Sie können im Verlaufe Ihres Lebens in eine Summe von Ausgleichskassen Ihre AHV-Beiträge abgeliefert haben. Insgesamt gibt es in der Schweiz 77 Ausgleichskassen: 26 kantonale, 49 Verbandsausgleichskassen und 2 Ausgleichskassen des Bundes (Eidg. AK in Bern und Schweizer AK in Genf).
Als Arbeitnehmer ist jeweils diejenige AK zuständig, mit welcher der Arbeitgeber die AHV-Beiträge abrechnen muss.
Um erkennen zu können in welche Ausgleichskassen genau Ihre AHV-Beiträge jeweils eingeflossen sind, können Sie die folgende Seite nutzen: